Gefräßige Dickmaulrüssler

Den nachtaktiven, flügellosen Dickmaulrüssler bekommt man nur sehr selten zu sehen. Tagsüber ruhen die Dickmaulrüssler gut getarnt im Laub in der obersten Erdschicht oder im Mulch. Am  Abend werden sie aktiv und machen sich über zahlreiche Gartenpflanzen her - und ihr Speisezettel ist lang. Rhododendron, Farne, Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), Primeln (Primula), Spindelstrauch (Euonymus), Eiben (Taxus), Prachtspiere (Astilben) und Bergenien gehören zu ihren Favoriten, aber grundsätzlich fressen sie fast alles. Die Käfer hinterlassen an den Blatträndern halbrunde Fraßspuren. Die Fraßschäden der Käfer sind zwar nicht schön anzusehen, aber für die Pflanzen keine ernsthafte Bedrohung. Gefährlicher dagegen sind die Larven: Sie leben im Wurzelbereich der Pflanzen und fressen die für die Wasseraufnahme wichtigen Feinwurzeln.

Die ersten Dickmaulrüssler schlüpfen im Mai, die letzten oft erst im August. Es gibt fast ausschließlich nur weibliche Tiere, die nach kurzer Zeit ohne Begattung von Ende Mai bis August bis zu 800 Eier ablegen. Als Eiablageplätze bevorzugen sie eher sandige, möglichst humusreiche Böden im Wurzelbereich der Wirtspflanzen. Zwei bis drei Wochen nach der Eiablage schlüpfen die ersten Larven und beginnen sofort zu fressen. Sie überwintern im Boden und verpuppen sich ab April. Rund drei Wochen nach der Verpuppung befreien sich die ersten jungen Käfer aus der Puppenhülle. Die beste Bekämpfung erfolgt mit Nematoden, die sich in den Dickmaulrüssler-Larven einnisten und ein Bakterium freisetzen. Das führt zur rötlichen Verfärbung der Larven und zum baldigen Tod. Für die Bekämpfung eignen sich die Nematoden Heterorhabditis. Alle anderen Bodenlebewesen nehmen bei dieser Behandlung keinen Schaden.


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Der Einsatz der Nematoden erfolgt zielgerichtet nur auf die Dickmaulrüssler-Larven. Die Behandlung sollte im April und Mai oder August und September erfolgen. Vor der Ausbringung müssen Sie die zu behandelnden Pflanzen gründlich wässern. Die Fadenwürmer  (Nematoden) brauchen ausreichend Feuchtigkeit im Boden, um sich fortbewegen zu können. Staunässe vertragen sie allerdings überhaupt nicht. Die Nematoden bringt man am besten erst am Abend oder bei bewölktem Himmel aus, denn sie sind sehr empfindlich gegenüber UV-Licht. Bei starkem Sonnenlicht würden die Nematoden absterben. Füllen Sie den Inhalt des Beutels in eine Gießkanne mit abgestandenem Leitungswasser und gießen Sie damit den Wurzelbereich rund um die befallenen Pflanzen. Damit die Nematoden optimal wirken können, sollten Sie auch in den nächsten sechs bis acht Wochen regelmäßig wässern. Erwachsene Dickmaulrüssler sind schwer zu bekämpfen. Zur Befallskontrolle spürt man sie am besten bei Dunkelheit mit einer Taschenlampe auf. Haben Sie Käfer entdeckt, stellen sie unter den befallenen Pflanzen Blumentöpfe gefüllt mit Holzwolle auf. Die Käfer verkriechen sich tagsüber darin und können so 1-mal  täglich eingesammelt werden.

 

Bildquelle:Fotolia - Rhododendron mit Fraßschaden vom Dickmaulrüssler Datei: #125021283 | Urheber: SusaZoom

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